Literatur und verwendete Texte Modul 2

1. Exploration und Spiel



Kinder sind von Geburt an aktiv Lernende, die sich die Welt Stück für Stück mit allen Sinnen erobern. Spielerisch probieren sie sich selbst aus, untersuchen wie Dinge funktionieren und was sie selbst durch ihr eigenes Tun bewirken und erreichen können (Cantzler 2011).

Mit wachsenden, motorischen Fähigkeiten erweitern sie immer weiter ihr Spektrum zum Wahrnehmen der Umwelt. Sie erkunden ihre nächstgelegene Umgebung und entdecken dabei immer wieder Neues, das sie näher erkunden.

Unbekannte Objekte oder neue Umgebungen lösen dabei Neugierde und Interesse aber auch Furcht und Vorsicht aus. Exploration ist zunächst ein mit hoher Aufmerksamkeit versehenes Herantasten an etwas Neues, noch nicht vollständig einschätzbares (Hauser 2016).

Es ist ein Probieren, um herauszufinden was es mit dem Gegenstand, dem Ding auf sich hat und welche Eigenschaften es hat.  Wie fühlt es sich an, welche Form hat es, wie riecht oder schmeckt es, bewegt es sich, ist es lebendig? (Schwarz 2014).

Ein solches Explorieren entsteht also aus dem Drang, sich Wissen anzueignen und verleiht Sicherheit (Hauser 2016).

Die so entdeckten Nutzungsmöglichkeiten und die Einschätzung, ob das Ding ungefährlich ist, machen den Weg frei für das Spiel.

Das Kind hat sich den Gegenstand oder die Umgebung vertraut gemacht, Die Aufmerksamkeit muss nicht mehr auf das Neue gerichtet werden. Im entspannten Spiel können die in der Exploration entdeckten Eigenschaften als Grundlagen eingesetzt werden, um der Frage nachzugehen, was kann ich mit dem Ding machen (Hutt 1070 zit. in Lohse 2018, 80).