Literatur und verwendete Texte Modul 2

3. der explorative Zugang in der frühen naturwiss. Bildung

  

Wie auf der vorherigen Seite angesprochen, stellt nicht jedes Tun, jedes Ausprobieren oder Staunen über ein entdecktes Phänomen auch gleich eine naturwissenschaftliche Tätigkeit oder ein naturwissenschaftliches Interesse des Kindes dar.

Planscht das Kind im Wasser oder spielt mit Sand ist das noch nicht unbedingt als eine Tätigkeit im naturwissenschaftlichen Sinne zu bezeichnen, wenngleich es hier elementar wichtige Erfahrungen machen kann.

Nach Miriam Leuchter ist eine naturwissenschaftliche Tätigkeit mit dem Streben nach Erkenntnis verbunden. (Leuchter 2017, 30). Der explorative Zugang, die Möglichkeit sich mit allen Sinnen mit Materialien auseinandersetzen zu können, stellt einen wichtigen Ausgangspunkt für das Kind dar, eigene Ideen zu entwickeln, Vermutungen anstellen und sich selbst Fragen zu stellen.

Durch die Anwendung naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweise wie beispielsweise beobachten, vergleichen, ordnen vermuten oder prüfen kann sich das Kind seine Fragen dann selbst beantworten und zu neuen Erkenntnissen gelangen.

Um eine naturwissenschaftliche Bildungsgelegenheit beispielsweise in der Beschäftigung des Kindes mit Sand identifizieren und aufgreifen zu können, schlägt Leuchter daher vor, dann von einer naturwissenschaftlichen Tätigkeit zu sprechen, wenn das Kind erkennbar eine oder mehrere naturwissenschaftliche. Denk- und Arbeitsweise im Zusammenspiel mit einem naturwissenschaftlichen Phänomen anwendet.

Wenn das Kind beispielsweise die Beobachtung macht, dass Sand mit Wasser vermischt sich anders anfühlt, anders aussieht und sich anders verhält, kann dies aufgegriffen und weitergeführt werden. Es können Vergleich angestellt werden: mit nassem Sand kann man bauen- mit trockenem nicht so gut. Nasser Sand rieselt nicht durch die Hände, ich kann aber damit eine Kugel formen.