2. Ziele früher naturwiss. Bildung und Forscherkreislauf

Ziel früher naturwissenschaftlicher Bildung ist es, dem Kind vielfältigen Erfahrungen im Umgang mit der natürlichen Umwelt zu ermöglichen und ihm die Gelegenheit zu geben, diese reflektiert zu erkunden und erste Vorstellungen dazu zu entwickeln (vgl. Deutsches Jugendinstitut/Weiterbildungsinitiative Frühpädagogischer Fachkräfte 2018).

 Im Mittelpunkt stehen dabei die Anwendung naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen, der Aufbau von Wissen und altersgerechtem Verständnis zentraler naturwissenschaftlicher Grundkonzepte sowie das Wissen über das Wesen der Naturwissenschaften selbst.

Der Forscherkreislauf kann den Prozess der Erkenntnisgewinnung hier gut strukturieren.

In diesem Beispiel hier können Kinder Klänge und Geräusche mit Alltagsmaterialien erkunden.Ausgehend von einem explorativen Zugang, können die Kinder eigene Erfahrungen mit unterschiedlichen Gegenständen machen, die ihnen aus ihrer Lebenswelt vertraut sind.Sie können unterschiedliche Töne und Geräusche damit erzeugen. Daraus können sich Fragen entwickeln. Was muss ich tun, damit der Ton laut oder leise wird?  Macht es einen Unterschied ob ich den Löffel gegen die Metallschale oder die Tischkante schlage?  Wie klingt der Holzlöffel im Vergleich zum Metalllöffel?

 Solche Fragen können immer wieder entlang des Forscherkreislaufes überlegt, überprüft und miteinander diskutiert werden. Die Kinder wenden dabei naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen an und lernen, wie man sich solche Fragen selbst beantworten kann. Sie machen Materialerfahrungen und erlangen erste Vorstellungen darüber, welche Töne mit unterschiedlichen Gegenständen erzeugt werden können und wie sie diese verändern können. Sie erlangen so beispielsweise ein erstes Verständnis der naturwissenschaftliche Grundkonzepte Materialeigenschaften, und Schwingungen und Wellen.

 Wie Sie als päd. Fachkraft diesen Prozess unterstützten können, ist Thema der nächsten Seite.