Im Prozess der Erkenntnisgewinnung steht zunächst die sinnliche Erfahrung im Vordergrund. Die Frage „Wie ist die Welt“, steht hier als erste Erkenntnisstufe im Zentrum. Sie zielt zunächst auf die Orientierung in der Welt. Aufbauend auf gemachten Alltagserfahrungen und eigenen Erklärungen erschließen sich Kinder ihre Lebenswelt, oder Ausschnitte davon, immer weiter. Sie verknüpfen dabei neue Erfahrungen mit bereits vorhandenen Vorstellungen und können diese Erfahrungen so einordnen.
Die Frage „Warum ist die Welt so und nicht anders“? baut darauf auf. Um über kausale naturwissenschaftliche Fragen nachdenken zu können, ist die vorherige sinnliche Auseinandersetzung mit der Frage „wie ist die Welt“ grundlegend. Das „Warum“ baut damit auf den Erfahrungen des „Wie“ auf.
Die Frage beispielsweise, warum ist ein Regenbogen gebogen, ist sehr komplex. Auf der sinnlichen Ebene kann hier zunächst durch Beobachtung das Phänomen Regenbogen genauer betrachtet werde. Wo und wann entsteht ein Regenbogen? Sieht er immer gleich aus? Wann verschwindet er wieder, entsteht er immer an derselben Stelle? Diese gemachten Erfahrungen stellen dann die Grundlage dar, wissenschaftliche Grundkonzepte aufbauen zu können.