Die Schritte auf dem Weg zu naturwissenschaftlichen Erkenntnissen werden oft als Ablauf in einem Forscherkreislauf dargestellt (Steffensky, 2017, S. 41).
Ausgangspunkt ist eine Frage zur Natur und ihrer Phänomene. Es werden Vermutungen angestellt und überlegt, wie diese überprüft werden können. Die Ergebnisse werden analysiert und daraus Schlussfolgerungen gezogen. Konnte die Frage beantwortet werden oder haben die Erkenntnisse eine neue Frage aufgeworfen? Dieser kann dann in einem neuen Forscherkreislauf nachgegangen werden.
Auch im Elementarbereich ist ein solcher Forscherkreislauf Leitinstrument für naturwissenschaftliche Bildungsprozesse. Die hier dargestellten Schritte der Erkenntnisgewinnung werden genutzt, um naturwissenschaftliche Lernprozesse zu strukturieren und über gewonnene Erkenntnisse nachzudenken (Steffenski 2018).
Dabei ist die Abfolge der Elemente des Forscherkreislaufes je nach Interessengegenstand und Forscherfrage variabel. Gerade jüngerer Kinder werden eher nicht den vollständigen Weg durchlaufen, sondern explorierend vorgehen (Steffensky, 2017, S. 41.).
Betrachten wir hierzu nochmals unser Beispiel der Windmühle. er Der explorative Zugang ermöglicht dem Kind, vielfältige eigene Erfahrungen mit dem Thema Luft zu machen. Es kann selbst erfahren, dass bewegte Luft Gegenstände bewegen kann, z.B. wenn es selbst Krümel vom Tisch bläst, Samen von einer Blume weg pustet.
Hieraus können für das Kind viele Ideen und Fragen entstehen.: Wie stark muss ich pusten um etwas zu bewegen? Wie kann ich selbst Wind erzeugen?
Das Kind geht so, ausgehend von seinem Interesse, eigenen Fragen nach und baut sich über eigene Beobachtungen und Schlussfolgerungen Wissen über die Welt auf.
Auf den nächsten Seiten kommen wir nochmals auf die in Modul 1 erläuterten Wissensbereiche früher naturwissenschaftliche Bildung zurück und zeigen an einem weiteren Beispiel die Rolle des Forscherkreislaufes dabei auf.